Altstadt (Bad Neuenahr)-Ahrweiler

Die heutige Altstadt war im Mittelalter die Stadt Ahrweiler. Diese wurde im Jahr 893 erstmalig erwähnt und hieß damals Ar(e)wiire und später Arweiller.
Die Ortschaft wurde im Jahr 1246 dem Erzbistum Köln geschenkt. 1248 erhielt die Stadt Ahrweiler Stadtrechte durch den Erzbischof Konrad I. von Are-Hochstaden (den wir bereits von der Burg Are kennen, deren Besitzer er mit seinem Bruder war und die ebenfalls an das Erzbistum Köln ging).
1250 wurde mit dem Bau der Stadtmauer begonnen, welche noch heute zu sehen ist.

Ich habe meine Wanderung durch die Altstadt am Ahrtor (Arportze) begonnen. Dieses erhielt seinen Namen dadurch, dass es der Ahr am nächsten liegt.

Der Torbogen des Ahrtores besteht aus Trachyt, welches am Drachenfels abgebaut wurde. Das Ahrtor an sich musste den meisten Angriffen auf die Stadt Ahrweiler standhalten.






Hält man sich links und geht die Stadtmauer entlang, kommt man kurz darauf zum Bitzenturm, einem weiteren Verteidigungsturm der Stadt, welcher sich genau zwischen dem Ahrtor und dem Obertor befindet.

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Im Schalenturm gab es vier Geschosse die mit Balken und Bohlen unterteilt wurden. Der Aufstieg erfolgte über Leitern.



Weiter in Richtung Obertor kommt man noch an diesem sehr interessanten Haus vorbei. Leider konnte ich nicht herausfinden bislang, um was es sich hier handelte, werde es jedoch aktualisieren, sollte ich es noch herausfinden.


Obertor (Gisemer Porz)


Das in meinen Augen schönste Tor der Stadt entstand etwa im 13.-15. Jahrhundert. Es ist dreigeschossig und zeigt auf der Innenseite der Stadt eine Darstellung der heiligen Ursula, der Schutzpatronin der Oberhut.


Leider konnte ich wegen massiver Bauarbeiten vor und unter dem Turm meine ordentliche Komplettaufnahme machen.


Die Steinkugeln welche auf der Außenseite eingemauert wurden stammen aus dem Jahr 1473 als Truppen des Erzbischofs Ruprecht von der Pfalz die Stadt Ahrweiler drei Wochen lang belagerten. In dem Streit ging es um Steuerabgaben.

Hält man sich weiter links kommt man nach einer Weile zum nächsten Stadttor, dem Adenbachtor, dem kleinsten der vier Stadttore, welches auch Winzertor genannt wird.






Hier in der Nahaufnahme sieht man gut das Trachyt vom Drachenfels in Königswinter.

Vom Adenbachtor ging ich hinein in die Stadt zur gleichnamigen Burg Adenbach.


Die Stadtburg stammt aus einem Herrensitz aus dem späten Mittelalter und ging im 19 Jahrhundert in den Besitz des Freiherrn von Loe über. Nach einer Nutzung als Jugendherberge befindet sich in ihr heute eine Hotel mit Restaurant.





Etwas rechts neben der Burg Adenbach, auf der anderen Seite der Fußgängerzone befindet sich der Weiße Turm. Er beherbergt heute das Trauzimmer der Stadt.


Der Weiße Turm ist ein Wohnturm aus der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts. Beim Brand von Ahrweiler im Jahr 1689 war der weiße Turm mit eines der einzigen Gebäude die nicht beschädigt wurden.


Der Turm diente zeitweise als Gericht und später als Volksschule, heute beherbergt er ein Museum und das bereits erwähnte Trauzimmer.


Last but not least wanderte ich zum letzten der vier Stadttore, dem Niedertor.


Wegen seiner Ausrichtung zum Rhein wird das Tor auch Rheintor genannt. Das Tor beherbergt das Kunstwerk "Mauerspäher" aus dem Jahr 2007.








Weitere Impressionen aus der Stadt.
Kirche St. Laurentius








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