Diese Woche musste ich trotz Corona unbedingt mal wieder raus und habe mich für eine kleine Tour an den Rand der Eifel entschieden. Nicht zu weit weg, denn wäre es zu voll gewesen, wäre ich wieder umgedreht.
Eines meiner Ziele auf der kurzen Flucht aus dem aktuellen Corona Alltag war die Burg Are in Altenahr, eine wunderschöne mittelgroße Anlage.
Ist man auf der Straße Rossberg in Altenahr (Vorsicht, dort kann man nicht parken, fahrt bitte auf den großen Parkplatz im Ort an der Tunnelstraße), beginnt vor der Haus-Nr. 58 der kurze aber steile Aufstieg zur Burg Are.
Zunächst kommt man jedoch an die Gymnicher Porz, die Vorburg der Burg Are bzw. ein Torbau, der einem anderen Adelsgeschlecht gehörte, den Gymnich.
Hier seht ihr die Gymnicher Porz von der Seite der Burg Are aus, also dann, wenn ihr sie bereits durchschritten seid.
Der gesamte Torbau mit Wohnturm etc. ist noch recht gut zu erkennen. Wenn ihr ein Stück den Berg hoch geht habt ihr einen ziemlich guten Blick auf die gesamte Anlage, die leider nicht betreten werden kann so wie die Burg Are selber. Im Internet gibt es jedoch das eine oder andere Foto zu sehen, so auch auf der Wikipedia Seite zur Burg Are.
Und noch ein Stück weiter oben, nach einem wirklich schönen Blick ins Tal, beginnt die Burg Are.
Die Burg Are ist eine Höhenburg die ab 1095 von Graf Dietrich I von Are erbaut wurde.
Im Jahr 1246 ging die Burg Are (zusammen mit den Burgen Hardt und Hochstaden) auf das Erzbistum Köln über bzw. wurden diesem vom aktuellen Eigentümer Graf Friedrich von Hochstaden (Probst von Xanten) mit Zustimmung dessen Bruders aus dem Geschlecht der Are, geschenkt. Der Bruder, Konrad von Are-Hochstaden, war in den Jahren 1238 bis 1261 Erzbischof von Köln
Im Besitz des Erzbistums wurde die Burg erweitert und verstärkt, da sie nun vermehrt dem Schutz der kurkölnischen Besitztümer im Ahrgebiet diente.
Zeitweise wurde sie auch als Gefängnis genutzt.
Das Erzbistum Köln verpfändete die Burg oft, was dieser leider nicht gut tat, da die Pfandnehmer sich teilweise nur unzureichend um diese kümmerten.
Im Jahr 1690 wurde die Burg nach monatelanger Belagerung das erste Mal von französischen Truppen eingenommen und war zu diesem Zeitpunkt bereits stark beschädigt.
Die Franzosen blieben insgesamt 7 Jahre, besetzten die Burg im Spanischen Erbfolgekrieg im Jahr 1701 allerdings erneut.
Da kurkölnische Truppen die Burg 1706 einnahmen und die Gegend um Altenahr unsicher machten, ließ Kurfürst Joseph Clemens von Bayern ( zu dieser Zeit, 1688 bis 1723, Erzbischof von Köln) die Mauern der Burg im Jahr 1714 im Einvernehmen mit den Dorfbewohnern sprengen.
Seither liegt Burg Are als Ruine.
Nun folgt noch eine kleine Bilderflut, denn wie gewöhnlich konnte ich mich mal wieder nicht beherrschen :)
Der ehemalige Bergfried, heute Aussichtsturm.
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